Sicherheitseinbehalte Fragen und Antworten

Antworten zu den gesetzlichen Sicherheitseinbehalten und zur Gewährleistungsbürgschaft

SicherheitseinbehaltAuftragnehmer profitieren in der Tat von einem Sicherheitseinbehalt. Ihnen als Auftragnehmer entstehen keine Kosten und der Ablauf ist vergleichsweise simpel. Tatsächlich behält der Auftraggeber einen Teil der vereinbarten Summe ein. Jedoch stehen dem einige wesentliche Nachteile gegenüber. Von großer Bedeutung ist das Insolvenzrisiko des Auftraggebers. In einem solchen Fall würde der Sicherheitseinbehalt Teil der Insolvenzmasse. Im Falle der Zahlungsunfähigkeit werden Sie zum Gläubiger. In einer solchen Situation ist die Auszahlung des Sicherheitseinbehaltes stets ungewiss.

Hier hat die Gewährleistungsbürgschaft Vorteile gegenüber dem Sicherheitseinbehalt

Und zwar: Die Gewährleistungsbürgschaft schützt Sie vor dem Insolvenzrisiko des Auftraggebers. Weiterhin gilt zu bedenken, dass die Sicherheitseinbehalte nicht verzinst werden. Die Liquidität ist bei den Sicherheitseinbehalten ebenfalls geringer als mit einer Bürgschaft. Wenn Sie die Gewährleistungsbürgschaft über eine Versicherungsgesellschaft abwickeln, bleibt Ihre Kreditlinie unberührt. Für den Fall, dass Sie bilanzieren, müssen die Einbehalte als Forderungen aufgeführt werden.

Beratung zum Sicherheitseinbehalt

Der VOB Sicherheitseinbehalt

Bei Bauverträgen, die auf der “Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen” (VOB) beruhen, ist der Auftraggeber berechtigt, für die gesamte Dauer der Gewährleistungsfrist den VOB Sicherheitseinbehalt, meist fünf Prozent des Rechnungsvolumens, einzubehalten. Obwohl dieser Betrag meist auf ein Sperrkonto einbezahlt wird, wird er nicht verzinst. Bei öffentlichen Auftraggebern kann der Sicherheitseinbehalt nach VOB auch auf ein Verwahrgeld-Konto einbezahlt werden. Der VOB Sicherheitseinbehalt dient somit ebenfalls Ihrer Absicherung.

Schreiben Sie einen Kommentar...

*